Regeneration unserer Region – die Kraft gemeinsamen Handelns
Mehr als 300 Besucher:innen, ein vielfältiges Programm und zahlreiche engagierte Menschen aus der Region: Die ersten Mitmachtage in St. Andrä-Wördern machten die Kraft gemeinsamen Handelns auf eindrucksvolle Weise erlebbar.
Ein Fest des Mitmachens
Die ersten Mitmachtage in St. Andrä-Wördern brachten Menschen unterschiedlichen Alters, Wissens und Erfahrungshintergrunds zusammen. Mehr als 300 Besucher:innen folgten der Einladung und nahmen an Vorträgen, Workshops, Exkursionen, Informationsangeboten und künstlerischen Formaten teil.
Das Ziel der unabhängigen und überparteilichen Initiative war klar: Die Kraft gemeinsamen Handelns sollte nicht nur besprochen, sondern ganz konkret erlebt werden. Getragen wurde das Programm von Menschen, die in der Region verwurzelt sind und ihr Wissen, ihre Zeit und ihre Ideen einbrachten.
Spannender Vortrag von Martin Grassberger
Ein wichtiger Impuls war der Vortrag „Regeneration unserer Region – die Kraft gemeinsamen Handelns“ von Martin Grassberger. Er zeigte auf, wie ein Wandel unserer Werte und unseres Handelns Menschen, Gemeinschaften und ökologische Systeme stärken kann.
Von Pilzen und Bienen bis zur Wirkung von Geld
Die große thematische Vielfalt spiegelte die unterschiedlichen Facetten eines guten Lebens in der Region wider. Exkursionen und Workshops widmeten sich unter anderem Pilzen, Bienen und der Vogelbeobachtung. Eine Feldenkrais-Einheit rückte den eigenen Körper und bewusste Bewegung in den Mittelpunkt. Ein weiterer Programmpunkt setzte sich mit der Wirkung von Geld auseinander.
Auch für Kinder gab es mit einem Kindertheater ein eigenes Angebot. So entstand ein abwechslungsreiches Programm für Jung und Alt, das zum Entdecken, Fragen und Mitmachen einlud.
Kostenlose Energieberatung
Auf Initiative der KEM Tullnerfeld OST wurde einen ganzen Tag lang eine kostenlose und niederschwellige Energieberatung angeboten. Zahlreiche Besucher:innen nutzten die Möglichkeit, ihre Fragen persönlich zu besprechen und sich über konkrete Handlungsmöglichkeiten zu informieren.
An Marktständen präsentierten sich zudem lokale Initiativen mit regenerativem Anspruch. Damit erhielten regionale Projekte Raum für Austausch, Vernetzung und neue Kontakte.
Menschen als „lebendige Bücher“
Auf besonders großes Interesse stießen die „lebendigen Bücher“. Dabei konnten Besucher:innen mit Mitbürger:innen ins Gespräch kommen, die Tag für Tag wertvolle Arbeit für das Zusammenleben im Ort leisten, etwa als Ärztin, Polizeibeamtin, Feuerwehrmann, Kaufmann, Forstwirt, Bibliothekarin oder im Rahmen unterschiedlicher Initiativen.
Wie Bücher konnten diese Menschen gewissermaßen „gelesen“ werden: Interessierte stellten Fragen und erhielten persönliche Einblicke in Erfahrungen, Berufe und Lebenswege.
Zu den Buchtiteln gehörten:
- „Es gibt keine gute Alternative zum Leben“
- „Nachbarschaft schlüsselfertig – gibt es nicht“
- „Meine Bäume kenne ich mit Namen“
Die Mitweltoase bleibt
Ein besonders sichtbares und bleibendes Ergebnis der Mitmachtage ist die sogenannte Mitweltoase hinter dem Bahnhof beim Nibelungenring. Erfahrene Gartler:innen und Anrainer:innen haben den Bereich gemeinsam und mit viel Sorgfalt neu gestaltet.
Die Mitweltoase kann nun von allen genutzt werden. Sie ist damit nicht nur ein neu geschaffener Aufenthaltsort, sondern auch ein lebendiges Zeichen dafür, was durch gemeinsames Handeln in der Region entstehen kann.